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Wolpertinger, JDAV Sektion Augsburg

Osterfahrt Chateauvert 2012
Lisa und Anja in Carces

In den Osterferien fuhren wir wie letztes Jahr gemeinsam mit dem Stützpunkt nach Chateauvert zum klettern. Ganze 2 Wochen hatten wir diesmal Zeit. Mit 7 Wopertingern, 13 Stützpunktkids und 8 Betreuern waren wir eine riesen Gruppe, trotzdem klappte alles super! Wir konnten alle viel klettern aber auch andere Dinge unternehmen. Zum Glück war auch das Wetter nicht so schlecht wie in Deutschland. In unserem Tagebuch könnt ihr nachlesen, was wir in den 2 Wochen gemacht haben:

Sonntag, 1. April

Als wir losfuhren war die Stimmung im blauen Bus noch relativ müde. Dann, so nach einerndhalb Stunden machte mir Stephan Rätsel über sein neu gefundenes Heft "Flex" (eine Bodybuilderzeitschrift). Später, als wir aus den bergigeren Landschaften heraus waren und in die "Poebene" kamen, lies Martin einen guten Witz sausen, dieser lautete: "Stellt euch vor auf einmal wäre da jetzt ein großes Loch!" (Das sagte er weil es ja "POebene heißt.) Der Rest der Fahrt verlief ruhiger und als wir ankamen bauten wir unsere Zelte auf, erledigten die organisatorischen Sachen und aßen, es gab Wienerle mit Käse gefüllt. (Moritz)

Montag, 2. April

Heute ist unser 1. Klettertag. Wir haben ein super Wetter und werden morgens schon von der Sonne begrüßt. Um 9 Uhr gibt's Frühstück, zuerst Müsli, dann Baguette mit verschiedenen Aufstrichen. Am besten geht das Nutella weg. Danach macht sich jeder Brotzeit, wobei das erste Problem auftritt: Wir haben zu wenig Baguettes. Irgendwie konnten wir dann doch alles gerecht aufteilen. Jetzt kam die nächste Hürde: Die Verteilung aller Kletterutensilien auf die Teams. Aber irgendwann hatten wir auch das geschafft und konnten uns auf den Weg zum Fels machen. Das Wetter war angenehm warm und wir hatten einen schönen Klettertag. Gegen 5 Uhr ging es wieder zurück zum Campingplatz. Am Abend haben wir Fußball gespielt und mussten dann um 11 Uhr ins Bett. (Marco)

Dienstag, 3. April

Am zweiten Klettertag ging es für alle in verschiedene Gebiete. Die Wolpertinger fuhren nochmals in das Gebiet vom vorherigen Tag und versuchten dort erfolgreiche Durchstiege zu erlangen. Während Michi und Stephan zum ersten Mal in ihr Projekt "Atlantis" (8a) einstiegen, suchten die anderen aus dem Stützpunkt nach einem geeigneten Projekt für sich selber und wurden dabei mehr oder weniger fündig. (Stefan)

Mittwoch, 4. April

Am Mittwoch hat es leider den ganzen Tag lang geregnet. Daher vertrieben wir uns die Zeit mit Schafkopf oder Munchkin spielen. In den kurzen Trockenpausen haben wir dann weiter das Gelände erkundet. Natürlich waren wir dann voll matschig, aber war ja dann auch egal. (Janina)

Donnerstag, 5. April

Am Donnerstag war das Wetter in der Früh ganz in Ordnung. Zwar schien nicht die Sonne, aber wenigstens war es trocken. Wir teilten uns wieder in mehrere Gruppen auf und Stephan und ich gingen wieder zur Atlantis, um dort unser Glück zu versuchen. Um warm zu werden joggten wir zu einem anderen Sektor und wieder zurück. Nach ein paar leichteren Routen stieg dann zuerst Stephan ein, und schaffte es bis kurz über die Dachkante. Ich kam etwa genauso weit. Danach machten wir erst mal Pause. Als Stephan erneut einstieg, begann es zu regnen, und auch diesmal blieb er erfolglos. Dann war wieder ich an der Reihe, und während ich im "No hand" saß, wurde aus dem Regen Hagel, und es gewitterte ziemlich heftig. Ich blieb sitzen, bis es "nur noch" regnete, dann kletterte ich weiter. Doch als ich aus dem Dach raus kam, waren die Griffe viel zu schmierig, und ich versagte ebenfalls.
Da wir nun sowieso schon nass waren und keine Lust mehr zum Klettern hatten, beschlossen wir, im Fluss Baden zu gehen. Allerdings waren sowohl die Luft wie auch das Wasser ziemlich kalt, und das Baden machte bald keinen Spaß mehr. Der Weg zurück zu unseren Sachen wurde zur Tortur, und wir wollten nun möglichst schnell zum Campingplatz unter eine warme Dusche. (Michi)

Freitag, 6. April

Wir waren in dem plattigen Gebiet am See und wir hatten strahlend blauen Himmel. Die Platten waren zwar etwas gewöhnungsbedürftig aber es hat Spaß gemacht. Am Nachmittag hat es angefangen zu tröpfeln, dann zu schütten und wir mussten in die Autos flüchten. Da aber noch zwei Seile in den Routen hingen, mussten Jörg und Tobelix bleiben und die Routen in strömendem Regen abbauen während die anderen zum Zeltplatz zurück gefahren sind. Am Abend haben wir dann in Stefans 18ten Geburtstag rein gefeiert. (Jan)

Samstag, 7. April

Während die meisten von uns Klettern gingen, blieben Michi, Marvin und ich heute am Campingplatz und machten einen chilligen Ruhetag. Als nach ein paar Runden Munchkin die Sonne rauskam, machten wir einen Spaziergang und erkundeten die Gegend rund um den Campingplatz. Außerdem zeigte uns Marvin ein paar Tricks, die er bei seinem Kampfsport von seinem Sensai gelernt hatte.
Zu Mittag gab es als leckere Speise Cornflakes, wie jeden Tag zum Frühstück, und am Nachmittag leerten wir die Tüte dann vollständig. Nachdem die anderen vom Klettern zurückkehrten, aßen wir zu Abend und anschließend marschierten wir bei Einbruch der Dunkelheit auf eine alte Deponie, die ein Stückchen westlich des Campingplatzes auf einer Anhöhe aufzufinden war. Dort zeichneten wir mit feinem, weißlichem Sand ein Gemälde auf den Boden, das im hellen Mondschein auch noch Tage später zu sehen war. (Stephan)

Sonntag, 8. April

Nach dem Frühstück zu dem es für alle Selbst-gefärbte/- und Schoko-Ostereier gab ging es für (leider nur fast) alle in die Senkrechte. Die Teams wurden in ihren Wunschsektoren "abgeladen" wo jeder seinen Projekten nachgehen konnte. Wir waren in einem plattigen Sektor richtig tolle Routen klettern, (die bloß leider kaum Griffe und Tritte hatten) bis die Abseilteststrecke aufgebaut war. Dort testen und übten wir dann in der Sonne bei gefühlten 27C alle erdenklichen Abseilgeräte-Kombinationen für die anstehenden Aktionen "Trockencanyon" und "Mehrseillängentouren".
Danach sind wir zur Platte zurückgekehrt um eine 6b+ durchzusteigen (so zumindest der Plan) aber da wir den richtigen Ausstieg nicht gefunden haben hat es leider erst auf den 2. Versuch geklappt. Bis "open end" also virtel vor sechs sind wir neben Felsen noch an Efeuranken geklettert, um dann zum Chilli-con-carne an den Campingplatz zurückzufahren. Vor dem in den Schlafsack kriechen haben wir alle zusammen noch ein paar Runden Werwolf gespielt, bei denen uns wohl der ganze Campingplatz zuhören durfte:) (Kathrin)

Montag, 9. April

Am Ostermontag waren wir beim Canyoning. Wir sind erst 1 Stunde in Richtung Meer gefahren. Dort sind wir erst ein bisschen gewandert und haben uns dann 15 m abgeseilt. Danach sind wir an der Küste zu der Tirolerin gelaufen. Dort hat uns Ferdl über das Meer gezogen. Zum Glück ist niemand ins Wasser gefallen. (Franzi A.)

Während die jüngeren unter uns einen Trockencanyon an der Côte d'Azur machten um sich von anstrengenden Routenklettertagen zu erholen, fuhren die restlichen ans Meer an eine Sand - Fels - Küste um Sonne zu tanken, denn in Châteauvert lässt sich die Sonne eher selten blicken. Nach einer kurvigen Autofahrt kamen wir am Strand an, wo wir erst mal alle zusammen Beachvolleyball spielten. Den schroffen Felsen konnten wir nicht lange wiederstehen und so kletterte ein Teil von uns die Felsenbucht entlang. Wir blieben dort in der Sonne sitzen und genossen den Blick auf endloses, türkisblaues Wasser.
David war in der Zwischenzeit baden gegangen. Offensichtlich bemerkte er vor Begeisterung nicht wie kalt das Wasser in Wirklichkeit war und nach geschätzten 30 Minuten schwimmen und tauchen kam er "blaugefroren" wieder heraus. Auch Kathrin und ich wollten im Meer baden gehen doch nach allerhöchstens 10 Schwimmzügen ergriffen wir die Flucht aus dem eiskalten Wasser und rannten an den warmen Strand zurück. (Alina)

Dienstag, 10. April

Heute beeilten wir uns mit dem Frühstück, weil es am Nachmittag regnen sollte. Es folgte ein ganz normaler Klettertag. Urplötzlich kam dann ein Regenschauer, wo so manche nass wurden :-) Als wir zurück am Zeltplatz waren, waren viele von den anderen schon dabei, ihr nasses Kletterzeug aufzuhängen. Manche hatten es über die Nacht auch noch hängen lassen, sodass es am nächsten Tag immer noch nass war. (David)

Mittwoch, 11. April

Am Mittwoch sind wir in die etwa eine Stunde entfernte Verdonschlucht gefahren. Die jüngeren machten einen Teil der Mehrtageswanderung durch die Schlucht, die älteren eine Mehrseillängentour. Zuerst mussten wir ca. 200 m abseilen. Als wir unten waren bekamen wir erst einmal einen Crash-Kurs von Ferdl über den richtigen Standplatzbau und das Nachsichern. Dann konnte es endlich losgehen. Die besseren Kletterer gingen eine schwerere Tour und der Rest teilte sich auf zwei leichtere Touren auf. Gegen Nachmittag waren alle wieder oben und wir fuhren zurück zum Campingplatz. (Martin)

Donnerstag, 12. April

In ging mit David in der Früh zum Bäcker. Dort gab es große Verständigungsschwierigkeiten weil die Bäckerin so schnell zwischen Französisch, Englisch und Deutsch hin und her wechselte, dass wir gar nichts mehr verstanden. Am Ende gab es aber doch leckere Baguette mit Croissants und Pain au Chocolat zum Frühstück. (Marvin)

Freitag, 13. April

Am Freitag gingen wir, weil das Wetter noch ganz gut aussah, gleich in der Früh an den Fels. Die jüngeren Stützis und ein paar von den Wolpertingern fuhren in das Gebiet, in dem sie schon am 1.Tag waren, der Rest verteilte sich auf die Sektoren "Grand Face" und "Power". Da es dann doch noch zu regnen anfing, trafen sich alle in der Höhle der "Power".
Dort konnten einige den letzten Tag noch einmal richtig ausnutzen. So konnten Franzi, David und ich die "Miss Tintinguette" (7a) toppen, außerdem Franzi und ich sogar noch eine 7b ("les Elements ne font pas de cadeau") flashen. Marco von den Wolpertingern kletterte seine erste 6b+ und Michi schaffte die "Power" (7b+) im Onsight. (Pauline)

Samstag, 14. April

Doch nach 2 sagenhaften Wochen mussten wir leider auch wieder heim. Somit mussten wir am Samstag dann das schöne Frankreich verlassen und in das kalte Deutschland zurückkehren. Ein riesiges Dankeschön an die 8 Betreuer!! (Franzi)

Mit dabei waren die 13 Stützpunktkids Stefan, Michi, Stephan, Kathrin, Franzi, Alina, Pauline, Martin, David, Franzi, Jan, Moritz, Janina und 7 Wolpertinger Marco, Marvin, Lisa, Anja, Jonas, Mia und Niklas


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